Marlene Freie Kunst Tagebuch Weimar zum MarlenesZeit Kalender

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Marleneszeit

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Ich bin fallsüchtig,

liebe meine Mutter

und hasse meinen Vater.

Ich liebe es Künstlerin zu sein und ich liebe  unsere vier Kinder. Ich habe meinen Mann überdurchschnittlich gern. Ich bin einerseits befreundet mit und andererseits verliebt in ihn. Das ist empfundenes Glück.

 

 

Da ich mit meinem Dasein als Künstlerin zufrieden bin, habe ich die Energie eine unendliche Freude zu empfinden, wenn ich mit unseren Kindern zusammen bin. Ich betreue sie alle vier zu Hause und bin mit ihnen den ganzen Tag zusammen. 

 

Auch freue ich mich demütig darüber, dass ich fast immer weiß wer ich bin. Dadurch kann ich für die Kinder ein klarer Spiegel sein. Eine Reflexion in der sie sich erkennen um sich innerlich zu ordnen, sich zu entscheiden wer sie sind,  zu wachsen und um sich dann anderen Reflexionen zuzuwenden. 

Wenn sie sich einmal ihrem eigenen Weg widmen, werde ich voller Glück unendlich traurig sein, zuschauen und stolz verweilen. Ich übe...

 

Anderes Thema: Ich spiele das Spiel Künstlerin zu sein seit ich denken kann. Dieses Spielen verwandelte sich irgendwann in eine Obsession,  Aus kreativen Senken ziehe ich mich immer mit diesem "Spielen" empor, und wie ein Kind gehe ich dann völlig unvoreingenommen einen neuen Weg, der zu einer Lichtung führt. Falls mir diese Fähigkeit einmal verloren gehen sollte, müsste ich mir tatsächliche Sorgen machen. 

 

Gestern hatte ich meinen letzten Anfall. 

Ich kann mich nur an das wunderschön funkelnde Aquarium meines Mannes erinnern neben dem ich aufwachte und an den warmen Holzfußboden, auf dem ich meine Handrücken donnerte . 

Dass es Gestern war, sagte mir mein Mann.

 

 

In meiner Kindheit war die Epilepsie mein Freund.

Freund deswegen, weil ich dieses Ding in meinem Kopf Frederik nannte und Frederik fast täglich von mir in eine Puppe oder ein Stofftier gesteckt wurde um mit ihm spielen zu können.

 

Heutzutage ist Frederik ein Bekannter von mir.

 

Marlene 29.12.2010

 

 

 

          Die Schöne Reise                                             

Ich schütze mich und stütze mich

dabei auf mein Gemüt ,

weil 's eine Auge lacht ,

da das Andre Tränen sieht.

 

Durch Die sieht Alles krummer aus als Es normaler Weise ,

ich geh mit meinem Tränen Aug' auf eine schöne Reise 

ich geh mit meinem Tränen Aug' auf eine schöne Reise.

 

So funkelt Witz und blitzet Wahn,

mein Tränen Lupen Glas,

ich seh ja viel mehr Dinge als

ein Mensch mit gradem Maß.

 

So ist es gut und doch nicht gut und heilend sing' ich leise

ich geh mit meinem Tränen Aug' auf eine schöne Reise 

ich geh mit meinem Tränen Aug' auf eine schöne Reise.

 

 

Melan- mal hier und -cholisch da

macht mir es zuviel Spass,

appell'  ich mir an die Vernunft

und putz mein krummes Glas ! 

 

 

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